- Der Shop allein reicht nicht mehr + Wann kommt der Handel ohne Shops?
- Wann startet TikTok Shop in der Schweiz?
- Lohnt sich ein Informatikstudium im Zeitalter von Vibe Coding noch?
- WordPress im KI-Zeitalter: Warum nicht Code, sondern Vertrauen entscheidet
- Personal Branding Monat 11 und 12 – Viralität wird überbewertet
- KI-Bildgenerierung in WordPress 7.0: Ein erster Blick auf den AI Client
- Bevorstehende Meetup Termine in Zürich vor Ort und Online:
- 22.06.2026: WordPress an der Hochschule + WordPress und React
- 08.07./02.09./04.11.2026: WooCommerce Online Meetups
Liebe Leserinnen und Leser
Reicht der eigene Shop als Zentrum des digitalen Handels noch aus? Der Beitrag Der Shop allein reicht nicht mehr greift genau diese Verschiebung auf, die an der SCORE! Konferenz letzte Woche in Zürich-Oerlikon sehr deutlich spürbar war. Trotz weiter wachsendem Onlinehandel reicht es für Händlerinnen und Händler immer weniger, nur den eigenen Shop zu optimieren. Plattformen, Marktplätze, Social Commerce, KI-gestützte Suche und neue Kaufgewohnheiten verändern, wo Produkte entdeckt, verglichen und gekauft werden.
Von dort aus führt der Blick weiter zur Frage, wann Handel auch ohne klassische Shops funktionieren könnte, was TikTok Shop für die Schweiz bedeuten würde und wie WordPress, Vibe Coding, KI-Bildgenerierung und ein Jahr Personal Branding in dieses grössere Bild passen.
Herzliche Grüsse
Nick & Co.
P.S. Die Links zur kostenlosen Meetup-Anmeldung sind am Schluss dieses Newsletters!
Wann kommt der Handel ohne Shops?

Wer einen Onlineshop betreibt, investiert Zeit, Geld und Energie genau in diesen Shop. In bessere Produktseiten, bessere Suche, bessere Daten, bessere Conversion, bessere Prozesse. Da wirkt die Vorstellung, dass der Handel irgendwann ohne Shops auskommen könnte, fast wie ein Frontalangriff auf die eigene Arbeit.
Die Keynote von Anne Scherer an der SCORE! 2026, der Konferenz für den Detailhandel und E-Commerce, hat nicht einfach eine weitere KI-Zukunftsvision präsentiert. Sie hat das Thema aus konsumentenpsychologischer Sicht aufgerollt. Und genau dadurch wurde die Diskussion viel relevanter. Es ging nicht darum, was technisch irgendwann möglich sein könnte. Es ging darum, was Menschen tatsächlich wollen, wie sie mit solchen Systemen umgehen und was das für den Handel konkret bedeutet.
Wann startet TikTok Shop in der Schweiz?

Das war die erste Frage, die Alexandra Scherrer an der SCORE! in Zürich-Oerlikon in der Fragerunde an Marie-Theres Schramm von TikTok Schweiz stellte. Und vermutlich auch die Frage, die viele Händlerinnen und Händler im Saal am meisten interessierte.
Die ehrliche Antwort: Noch gibt es kein Datum. TikTok Shop ist in Europa derzeit unter anderem in Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, dem Vereinigten Königreich und Irland verfügbar. Für die Schweiz wurde in dieser Session nichts angekündigt.
Lohnt sich ein Informatikstudium im Zeitalter von Vibe Coding noch?

Die neue Studie der ETH Zürich trifft einen Nerv, der 2026 kaum zu überhören ist: Wenn KI heute in der Lage ist, aus Sprache funktionierenden Code zu generieren – wozu noch Informatik studieren? Die kurze Antwort: gerade deshalb.
Tools wie Claude Code oder Cursor suggerieren eine neue Zugänglichkeit. Software entsteht nicht mehr aus Syntax, sondern aus Beschreibung. Der Code wird zur Zwischenebene, die viele nicht mehr sehen müssen.
WordPress im KI-Zeitalter: Warum nicht Code, sondern Vertrauen entscheidet

WordPress im KI-Zeitalter beginnt mit einer einfachen, aber weitreichenden Beobachtung: Software wird durch KI radikal günstiger und damit verschiebt sich die gesamte Wertschöpfung. Genau diese These prägte das erste Zürcher WordPress Meetup 2026, welches rein online statt fand und ungewöhnlich gut besucht war. Es drehte sich fast vollständig um die Auswirkungen von KI auf die Plugin-Entwicklung.
Im Zentrum stand der Impulsvortrag von Matthias Reinholz. Seine Kernaussage: Plugins verschwinden nicht, aber ihre Rolle verändert sich grundlegend. Während einfache Funktionen zunehmend automatisiert entstehen, verlagert sich der eigentliche Wert in Richtung Vertrauen, Support, Datenkontrolle und externe Services.
Personal Branding Monat 11 und 12 – Viralität wird überbewertet

Ein Jahr lang jeden Tag ein Kurzvideo veröffentlichen. Auf TikTok, Instagram, YouTube Shorts, Facebook und LinkedIn. Was vor zwölf Monaten als Experiment begann, ist inzwischen zu einer festen Routine geworden – und ehrlich gesagt auch zu einer ziemlich intensiven Lernkurve.
Ganz jeden Tag habe ich es am Ende nicht mehr geschafft. In den letzten zwei Monaten gab es Lücken. Aber auch das gehört zu diesem Rückblick dazu. Ein Experiment ist ja nicht nur dann wertvoll, wenn es glatt durchläuft. Manchmal wird es gerade dann interessant, wenn die ursprüngliche Idee an der Realität reibt.
KI-Bildgenerierung in WordPress 7.0: Ein erster Blick auf den AI Client

Mit WordPress 7.0, das am 20. Mai erschienen ist hält erstmals ein offizieller AI Client Einzug in den WordPress-Core. Damit entsteht eine standardisierte Schnittstelle, über die Plugins mit KI-Modellen kommunizieren können – unabhängig davon, ob im Hintergrund OpenAI, Anthropic oder Google verwendet wird.
In einem WordPress Developer Blog Beitrag zeigt Felix Arntz anhand eines konkreten Beispiels, wie sich damit ein Plugin zur Bildgenerierung direkt innerhalb der Media Library entwickeln lässt.
WordPress Meetup: WordPress an der Hochschule + WordPress und React
Das nächste WordPress Meetup Zürich findet im Juni erneut bei Liip statt und verbindet diesmal zwei sehr unterschiedliche Perspektiven auf WordPress. Cinzia Gabellini von der Hochschule Luzern spricht über WordPress als offene Wissensplattform im Hochschulkontext. Im Mittelpunkt stehen dabei Themen wie digitale Selbstbestimmung, der User Lifecycle innerhalb einer Multisite-Umgebung sowie der Umgang mit der Archivierung und Sichtbarkeit von Blogs. Der Vortrag zeigt, wie WordPress bewusst als offene Alternative zu klassischen Lernmanagement-Systemen eingesetzt werden kann.
Im zweiten Vortrag gibt Noemi Frischknecht Einblicke in die praktische Kombination von WordPress und React. Anhand realer Projekte zeigt sie, wann hybride Setups sinnvoll sind, welche Herausforderungen dabei entstehen und weshalb diese Kombination sowohl aus UX- als auch aus Entwicklerperspektive spannend sein kann. Wie gewohnt bietet das Meetup anschliessend genügend Raum für Austausch und Networking innerhalb der Zürcher WordPress-Community.

Zürcher WooCommerce Online Meetups
Die nächsten drei Zürcher WooCommerce Meetups sind bereits geplant und werden weiterhin primär als Online-Format durchgeführt. Die konkreten Themen stehen aktuell noch nicht fest, das Ziel bleibt jedoch unverändert: kompakte, praxisnahe Sessions rund um WooCommerce mit genügend Raum für Fragen, Diskussionen und Erfahrungsaustausch innerhalb der Community.
Die nächsten Termine finden am 8. Juli, 2, September und 4, November 2026 statt.

Hauptbeitragsbild Limmat Zürich von Claudio Schwarz.

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