AI-gestützte WordPress-Entwicklung mit WP-CLI und dem Model Context Protocol (MCP)

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Einblick in ein innovatives Hackathon-Projekt für Entwicklerinnen und Entwickler

Wie lässt sich künstliche Intelligenz sinnvoll in die lokalen Entwicklungsprozesse von WordPress integrieren? Diese Frage stand im Zentrum eines spannenden Projekts vorletzte Woche beim CloudFest Hackathon in Süd-Deutschland, an dem Pascal Birchler aus der Schweizer WordPress-Community mitgewirkt hat. Gemeinsam mit einem internationalen Team entwickelte er einen ersten Prototyp für AI-gestützte WordPress-Entwicklung mit WP-CLI – auf Basis des noch jungen Model Context Protocol (MCP).

Was ist das Model Context Protocol?

Das Model Context Protocol (MCP) will eine standardisierte Schnittstelle zwischen KI-Anwendungen und beliebigen Softwaresystemen schaffen – vergleichbar mit einem USB-C-Port für AI. Obwohl das Protokoll derzeit noch aktiv weiterentwickelt wird, zeigt es bereits jetzt viel Potenzial – auch für die WordPress-Welt.

USB-C-Port Laptop
Laptop mit USB-C Port in der Mitte

WP-CLI als Schnittstelle für lokale AI-Integration

Ziel des Projekts war es, WordPress in einen MCP-kompatiblen Server zu verwandeln und WP-CLI als Schnittstelle für den Austausch mit KI-Modellen zu nutzen. Damit könnten künftig AI-gestützte Funktionen direkt in der lokalen WordPress-Entwicklung genutzt werden – ganz ohne Live-Site oder REST-API.

Ein denkbares Anwendungsbeispiel:

wp ai "Fasse meine neuesten GitHub-Issues zusammen und schreibe daraus einen Blogbeitrag"

Solche Kommandos könnten künftig Realität werden – durch die Kombination aus WP-CLI-Kommandos, REST-Routen und semantischer KI-Logik.

Technische Umsetzung: WordPress als MCP-Server

Das Team entwickelte ein neues WP-CLI-Paket, das jede WordPress-Installation zu einem MCP-Server macht. WP-CLI fungiert dabei als MCP-Host, der AI-Modelle über das Protokoll direkt anspricht und entsprechende Aktionen auslöst.

Herausforderung dabei: Die PHP-Implementierung des MCP SDKs war ein automatisch generiertes Pendant zur Python-Version – funktional, aber noch ausbaufähig. Zusätzlich entwickelte das Team einen LLM-agnostischen CLI-Befehl für natürliche Sprache, basierend auf dem AI Services Plugin. Auch Plugins wie LLPhant könnten künftig für ähnliche Zwecke eingesetzt werden – idealerweise mit Unterstützung für lokale Modelle.

Ein weiteres Highlight war die Integration von Bildbearbeitungsfunktionen mit Gemini 2.0 Flash, dem brandneuen Bildgenerator von Google.

Vor dem Start: Interview mit Christian Taylor

Im Vorfeld des Hackathons sprach Pascal Birchler mit Christian Taylor über das Projekt, die Chancen von KI in der WordPress-Entwicklung und seine persönliche Motivation.

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Teamwork und Hackathon-Atmosphäre

Das Projektteam bestand aus zehn engagierten Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus ganz Europa – darunter bekannte Namen wie Joost de Valk und Milana Cap. Gemeinsam schafften sie es, in kürzester Zeit einen funktionierenden Prototyp zu entwickeln und dabei noch die Jury zu beeindrucken: Das Projekt gewann den Social Media Master Award und belegte den zweiten Platz beim CloudFest Hackathon.

Fazit: Ein erster Schritt in Richtung AI-native WordPress-Entwicklung

Die Kombination von WP-CLI und MCP eröffnet neue Perspektiven für eine intelligentere, kontextbewusstere WordPress-Entwicklung – direkt auf dem lokalen Rechner. Auch wenn sich das Model Context Protocol noch im Aufbau befindet, zeigt dieses Projekt, was möglich ist, wenn engagierte Entwicklerinnen und Entwickler neue Wege gehen. Alle Interessierten sind eingeladen, das Projekt auf Github weiterzuverfolgen oder selbst beizutragen.

Leider habe ich es nicht geschafft, persönlich am Cloudfest Hackathon teilzunehmen. Es folgt aber noch ein weiterer Artikel mit einem Recap des Cloudfest Hackathons von unserem WordPress Entwickler Sandro.

Credits

Kommentare

2 Kommentare zu «AI-gestützte WordPress-Entwicklung mit WP-CLI und dem Model Context Protocol (MCP)»

  1. […] Die beiden Verbindungen sind unabhängig, können sich in einem Arbeitsablauf aber ergänzen: Ein Hosting-MCP kann – wenn seine Werkzeuge und Rechte Shell- oder Dateizugriff erlauben – WordPress neu installieren und über SSH oder WP-CLI auch Änderungen an der Installation ausführen. Das ist ein indirekter, technischer Weg und keine WordPress-MCP-Schnittstelle mit gezielt bereitgestellten Funktionen für Beiträge, Seiten oder WooCommerce. Cyon dokumentiert für seinen Hosting-MCP vor allem neue Websites, Dateien und Anwendungen; bestehende Websites können laut Anbieter nicht direkt verändert werden. Ein unabhängiger Praxistest berichtet zwar, dass ein Agent auf einem neu eingerichteten Projekt WordPress via SSH installierte und danach Theme, Plugins und Beiträge bearbeitete. Der Bericht beschreibt jedoch einen agenten- und SSH-gestützten Ablauf, keine von Cyon zugesicherte WordPress-Verwaltung; zudem mussten DNS- und SSL-Probleme manuell korrigiert werden. Für die direkte laufende Bearbeitung einer bestehenden Website ist ein WordPress-MCP weiterhin der passendere Weg. Für WooCommerce gilt zusätzlich: Shop-Funktionen sind nur erreichbar, wenn die jeweilige Integration sie ausdrücklich bereitstellt. Ein Beispiel für MCP im WordPress-Entwicklungskontext zeigt unser Artikel «AI-gestützte WordPress-Entwicklung mit WP-CLI und MCP». […]

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